Um unsere Theaterstücke zu entwickeln, führen wir Interviews. Diese Interviews dauern mehrere Stunden, teilweise mehrere Tage. Dann formen wir diese Aussagen um zu Monologen.

Wichtig dabei ist, dass wir nichts hinzu erfinden. Wir kürzen und kürzen, verdichten und verdichten die Interviews lediglich.

Und wir behalten die sprachliche Ausdrucksweise der Interviewpartner*innen bei.

Diese Form von Theater wird auch “wortgetreues Theater” oder “wortwörtliches Theater” genannt.

Schauspieler*innen stehen dann auf der Bühne, und geben die Erzählungen wieder.

Das Ergebnis ist roh und direkt:

Es ist, als ob die Schauspieler*nnen die Menschen im Publikum direkt ansprechen, ihnen die Hand reichen und sie reinziehen in eine Welt, die die Zuschauer*innen von nun an nicht mehr kalt lassen wird:

Verschlungen, verbunden und vernetzt mit den Protagonist*innen folgt das Publikum gespannt den Wegen der erzählten Geschichten.

Wenn die Schauspieler*innen flüstern, schweigen, behutsam ein Wort in den Raum werfen, dann und wann lauter werden, fordernd oder wütend die Stimme anheben, einmal sogar beinah schreien, dann dringen die Töne nicht abstrakt zu den Zuschauer*innen, dann wird das Publikum ganz direkt und in all ihrer Körperlichkeit von dem Gesagten getroffen und berührt.