Radio-Berichte

Radiobericht im Bayerischen Runkfunk über die Asyl-Monologe.

zum Beitrag

Voices

 

Ich hab gesagt, ‚Hier ist es genauso wie im Gefängnis. Und ich hab Angst vor diesem Zaun, vor diesem eisernen Zaun. Und ihr macht mir psychischen Druck.’ Ich hab eine Übersetzerin organisiert und sie hat das gesagt. Sie haben gesagt ‚Das interessiert uns nicht.’

Presse

Und all das ist keine Thea­ter­fik­tion, sondern so tatsäch­lich passiert. Hier in Deutsch­land, gerade jetzt. Greifbar und schmerz­haft nah.


GODOT - Das Hamburger Theatermagazin


Dokumentarisches Theater

 

Als ausgebildete Kommunikatorinnen und Kommunikatoren verstehen Schauspielerinnen und Schauspieler die Macht von Sprache und die effektive, aber auch gefährliche Rolle, die sie bei der Prägung öffentlicher Meinung spielen kann.

Schauspielerinnen und Schauspieler sprechen ein größeres bzw. ein anderes Publikum an als übliche Lobbygruppen. So suchen Neugierige und Unentschiedene eine Aufführung eher auf als an einem Vortrag teilzunehmen oder einen Artikel zu lesen. Entsprechend wählen wir auch Darbietungsorte aus, die keine traditionellen Theater-Räume sind - z.B. Schulen, Jugendhäuser, Kirchen, Rathäuser oder Gemeindezentren - und sprechen somit eine breite Öffentlichkeit an.

 

Foto: Sophie Keil

In ähnlicher Weise wie ein Dokumentarfilm filmische Fragmente verbindet um eine nicht-fiktionale Geschichte zu erschaffen, verortet das dokumentarische Theater seinen Text in einer Sprache, die dem realen Leben entstammt.

Interviews und Gerichts-Mitschriften, Artikel der Printmedien und Nachrichtenaufzeichnungen, Aufnahmen von Reden und öffentlichen Anhörungen – all diese Quellen des geschriebenen und gesprochenen Wortes können zur Entwicklung eines tatsächlichen anstelle eines imaginären Ereignisses genutzt werden.

Das während einer anfänglichen Forschungsphase gesammelte Material wird von einer Autorin oder einem Autor bearbeitet und geformt. Indem sie oder er dramaturgische Konventionen für die für die Bühne ungewöhnliche Sprache anwendet, wird das zunächst gestaltlose Material in eine Theaterform gemeiselt.

Menschen, die während der Forschungsperiode interviewt werden, werden Charaktere im Theaterstück. Sie werden durch Schauspielerinnen und Schauspieler dargestellt. Die Welt, von der die dokumentarische Sprache genommen wird, wird zur Szenerie auf der Bühne.

Die lose verbundenen Ideen, Geschehnisse und Stimmen werden mit einem narrativen roten Faden verwoben, so dass das Publikum eine zusammenhängende Geschichte oder zumindest eine gut entwickelte Auseinandersetzung mit einem Thema oder einem sozialen Problem erlebt.

Eine Aufführung in genannter Form „spricht die Zuschauer direkt als Komplizen an“ (Patrice Pavis: Dictionary of Theatre). Durch das Weglassen dramatischer Illusion erleben die Zuschauerinnen und Zuschauer „essenzielles“ Geschichtenerzählen. Der offizielle Name dieser Form von Theater ist „wortgetreues Theater“ und eignet sich hervorragend, bislang passive Mitglieder der Zivilgesellschaft zu inspirieren, sich für gelebte Vielfalt zu engagieren - oder um mit den Worten von Bertolt Brecht zu sprechen "Zorn und Unzufriedenheit allein genügen nicht, so etwas muss praktische Folgen haben."

 

News

Darbietungen der Bühne Für Menschenrechte

(Details finden Sie unter "Termine")

05.04.2017 - Die NSU-Monologe

Jena

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07.04.2017 - Die NSU-Monologe

Dresden

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18.04.2017 - Die NSU-Monologe

Frankfurt am Main

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27.04.2017 - Die Asyl-Monologe

Berlin

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05.05.2017 - Die NSU-Monologe

Osnabrück

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28.05.2017 - Die NSU-Monologe

Güstritz



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